Ich habe schon einmal einen Segelkurs besucht und möchte jetzt den Segelführerschein erwerben

Sie können unter Umständen den Segelgrundkurs überspringen. Zur Vorbereitung auf die Praxis- und Theorieprüfung des Sportbootführerschein-Binnen unter Segel benötigen Sie dann den Aufbaukurs (AP) und den Theoriekurs (AT oder AC). Die Prüfung wird von dem zuständigen Prüfungsausschuss abgenommen und besteht aus einem theoretischen und aus einem praktischen Teil. Beide Teilprüfungen können einzeln, in beliebiger Reihenfolge und innerhalb von 12 Monaten abgelegt werden.
Es spielt keine Rolle, mit welchem Teil der Ausbildung und Prüfung begonnen wird. Unsere Kurse sind so konzipiert, dass Sie als sowohl mit dem Theoriekurs als auch mit dem Praxiskurs einsteigen können.
Fall Sie den Segelgrundkurs überspringen möchten, prüfen Sie bitte, ob Ihre Kenntnisse für den Aufbaukurs wirklich ausreichend und vollständig sind. Beachten Sie, dass die Kursinhalte und das Ausbildungsniveau bei den einzelnen Segelschulen sehr unterschiedlich sein können. Einen Anhaltspunkt über die Voraussetzungen für unseren Aufbaukurs finden Sie in der nachfolgenden Aufstellung unserer Grundkurs-Inhalte. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie diese Voraussetzungen erfüllen, empfehlen wir Ihnen, die Praxisausbildung mit dem Grundkurs zu beginnen. Das gleiche gilt, wenn Ihr Grundkurs länger als ein Jahr zurückliegt und Sie dazwischen keine Segelpraxis sammeln konnten. Es besteht auch die Möglichkeit, Einzelunterricht mit einem Segellehrer zu buchen. Die Kosten dafür betragen € 40,– pro Stunde, zuzüglich Bootsmiete.
Hier die Inhalte unserer Grundkurse:
Theorie:
Begriffe (Lee/Luv, Stb./Bb., Abfallen, Anluven, etc.), Bestandteile eines Schiffes;
Wahrer/scheinbarer Wind; Kurse zum Wind; Unterschied Wende/Halse; Kommandos; Sitzposition; Wende; Kreuzen; Beidrehen; Ausweichregeln; Q-Wende; Halse; Aufschießer; Fahrtaufnehmen nach Aufschießer; Nahezuaufschießer; Aerodynamik; richtige Segelstellung; Kurshalten (wenn der Wind raumt oder schralt); Verhalten bei Krängung; Reffen; Kreis fahren; Boje-über-Bord mit Q-Wende; An- und Ablegen an der Boje, am Motorboot und am Steg; Jolle checken, aufklaren und slippen; Aufrichten einer gekenterten Jolle
Praxis:
Gefühl für Ruder; Kurshalten; Lee und Luv; Sitzposition (Steuermann in Luv): Anluven und Abfallen; Kurse zum Wind; Wende; Beidrehen; Festmachen des Bootes am Steg; Segel setzen, bergen, zusammenlegen; Q-Wende; Aufschießer; Fahrtaufnehmen nach Aufschießer; Halse; Boje-über-Bord mit Q-Wende; An- und Ablegen; Kreis fahren
Knoten:
Achtknoten; Kreuzknoten; Belegen auf der Klampe; Halbe Schläge mit doppelter Leine; einfacher Schotstek; doppelter Schotstek; Webeleinstek; 1½ Rundtörn mit zwei halben Schlägen; Palstek; Leine werfen.
Eine Alternative zum Sportbootführerschein-Binnen unter Segel ist der „Segelschein Jolle/offenes Kielboot“ des Verbandes deutscher Sportbootschulen e. V. (VDS). Die Inhalte der Ausbildung sind identisch (Grundkurs und Aufbaukurs).
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